Ausbildung zum Rettungshund
Die Ausbildung für Mensch und Hund

Rettungshundearbeit ist für Mensch und Hund Schwerstarbeit. Besonders die Suche in Trümmern ist schwierig und gefährlich.
Um einen Hund zum Rettungshund auszubilden, benötigt man viel Zeit und Geduld. Ob Hitze, Regen oder Schnee, Übungen und Einsätze finden bei jedem Wetter statt.
Was sind Rettungshunde?
Rettungshunde sind eigens ausgebildete Hunde für die Suche nach verschütteten Personen in Trümmern oder in Lawinen.
Aber auch für die Suche nach Schockopfern, z.B. nach Verkehrsunfällen.
Die Rettungshundestaffel Kaiserslautern e.V. konzentriert sich vor allem auf die Ausbildung von Flächenhunden.
« Bei der Flächensuche muss das Team im unwegsamen Gelände oder in großen Waldflächen
auch nach vermissten Personen suchen und für diese medizinische Hilfe in die Wege leiten.
Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden müssen dabei Personen angezeigt werden, die sitzen,
kauern, liegen oder laufen. Der Hund hat dabei drei Anzeigemöglichkeiten in der Fläche:
- beim Verbellen bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Führer bei ihm ist
- beim Bringseln nimmt der Hund an der gefundenen Person ein so genanntes Bringsel auf, läuft zu seinem Hundeführer zurück und führt diesen zu der Person
- beim Freiverweisen hat der Hund kein Bringsel, sondern führt seinen Hundeführer durch Pendeln zwischen Opfer und Hundeführer an
Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach vermissten Kindern oder verwirrten älteren Personen.
Rettungshundestaffeln werden jedoch in der Regel nicht bei einem vermuteten Verbrechen (z.B. Suche nach einem Mordopfer) eingesetzt.
»
(Quelle: Wikipedia)
Welche Voraussetzungen sollte ein Hund haben?
Der Hund sollte einen ausgeprägten Spieltrieb sowie eine gute Veranlagung der Nase zum Suchen und Stöbern besitzen. Sinnvoll ist es, den Hund bereits im Welpen- oder Junghundalter auf seine Arbeit vorzubereiten.
Ausbildung der Hunde:
Eines der wichtigsten Ziele in der Ausbildung ist es den Hunden ihre Aufgabe so zu vermitteln, dass sie auch nach langen Jahren der Rettungshundearbeit noch voller Spaß und Ungeduld in einen Einsatz gehen. Es sollte jedem Hund eine große Freude sein, mit seinem Herrchen oder Frauchen suchen zu gehen egal ob in Trümmern oder in der Fläche. Der Hund und der Hundeführer sollten unbedingt eine Einheit bilden, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann.
Mit zur Ausbildung gehören sowohl Geräteübungen, wie zum Beispiel das Begehen von wackeligen Untergründen, dunklen Röhren und Leitern. Gehorsam und gute soziale Verträglichkeit mit anderen Hunden sind dafür Voraussetzung.
Nach dieser Ausbildung, die in der Regel ca. 2 Jahre dauert, besteht die Möglichkeit zur Rettungshundehauptprüfung zugelassen zu werden. Diese Prüfung wird jedes Jahr wiederholt.
Die Ausbildung des Rettungshundeführers:
Sehr viel Zeit und Engagement muss ein Hundeführer mitbringen, um aus sich und seinem Hund ein Team zu machen.
Nicht nur der Hund, auch der Mensch muss einiges lernen:
- Erste Hilfe am Menschen
- Erste Hilfe am Hund
- Funklehrgang Karte/ Kompass (Orientierung)
- Einsatztaktik, Trümmerkunde, Kynologie, um nur einige Beispiele zu nennen.
Erste Hilfe:
Ein Hundeführer muss in der Lage sein, ein gefundenes Opfer mit erster Hilfe zu versorgen.
Zu diesem Zweck finden regelmäßig Erste Hilfe Lehrgänge statt.
Kynologie:
Ein Hund kann immer anders reagieren als wir es gewöhnt sind, daher ist es wichtig, die Sprache des Hundes zu verstehen. Das heißt, der Hundeführer muss die Körpersprache seines Hundes zu deuten wissen.
Funk:
Um im Einsatzfall auf speziellen Kanälen der Behörden (THW, Feuerwehr, Polizei, usw.) funken zu dürfen, müssen die Mitglieder der Staffel Kaiserslautern einen BOS-Funklehrgang absolvieren.
Kompass und Kartenkunde:
Karten sind in der Rettungshundearbeit sehr wichtig. Nach den Karten werden die jeweiligen Suchgebiete für die verschiedenen Teams eingeteilt. In einem laufendem Einsatz muss der Hundeführer sich anhand von Karte und Kompass in dem ihm zugeteilten Gebiet zurechtfinden.
Bauwerk und Trümmerkunde:
Ein Hundeführer muss wissen, welche Trümmerteile er gefahrlos begehen kann.
Eingestürzte Häuser bieten sehr viele Gefahren. Es bedarf einer guten Ausbildung und viel Erfahrung um solche Einsatzgebiete einschätzen zu können.
Für diejenigen, die sich nicht scheuen viel Geduld, Zeit und Engagement zu investieren, bieten wir einen Schnupperkurs oder die Teilnahme an einem Probetraining an.
Dort kann sich jeder selbst ein Bild von der Vielfalt der Rettungshundearbeit machen!
Weder der Hund noch der Hundeführer müssen Erfahrungen in der Ausbildung zum Rettungshund nachweisen.
Wichtig: Es ist ratsam schon im Welpenalter mit dem Rettungshundetraining anzufangen, spätestens aber mit 3 Jahren.
Weitere Informationen erhalten Sie vom 1. Vorstand des Vereins oder vom Ausbildungsleiter, wenn Sie unser Kontaktformular nutzen
oder ein E-Mail an die Ausbildungsleitung schicken.
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