Aktuelles aus der Staffelarbeit
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Negativ bestanden - BRH-Mantrailerprüfung
Ein solches Prüfungsergebnis verwundert , entbehrt es doch einer gewissen Logik. Dass man sich darüber sehr freuen kann, verstehen nur Eingeweihte. Wir sind in der Welt der Mantrailer, und hier ist diese Wertung aus dem Mund des Leistungs- richters in der Tat ein Grund zur Freude. Die negativ Anzeige eines Mantrailers, also eines Hundes, der an Hand eines Geruchsartikels dem Individualgeruch eines Menschen folgt und so vermisste Personen aufspüren kann, bedeutet, dass der Hund seine Suchtätigkeit einstellt, wenn die Spur endet, weil z.B. die gesuchte Person in ein geschlossenes Auto eingestiegen ist oder die zum Geruchsartikel passende Spur nicht existiert, weil die Person nicht in der Gegend war. Wenn der Hund das Ende der Spur erkennt und dies seinem Hundeführer auch deutlich anzeigen kann, dann heißt es : die negativ Anzeige ist bestanden und damit ein wesentlicher Bestandteil der BRH Prüfung zum einsatzfähigen Mantrailer. Eine solche fand am 06.-08.01. 2012 bei der Staffel Kaiserslautern statt. …
Acht Teams hatten teilweise eine erhebliche Kilometerzahl zurückgelegt und sich den Prüfungsanforderungen gestellt. Leistungsrichterin war Susi Tismer, die Prüfungsleitung lag bei Judith Preuss. Treffpunkt und Basisstation war zum ersten Mal unser Vereinsheim in Schopp, in dem die oft völlig durchnässten Teilnehmer/Innen - Orkan Andrea war glücklicherweise schon abgezogen - nicht nur die wohlige Wärme des Kaminofens empfing, sondern auch immer Stärkung für Leib und Seele zu finden war.
Nachdem am Freitag Nachmittag die Negativ Trails vorbereitet und ausgeführt worden waren, wurden am Abend der erste Trail Land und schon um fünf Uhr morgens drei Stadttrails gelegt. Dies bedeutete eine ziemlich kurze Nacht, nicht nur für Hunde, Hundeführer und Leistungsrichter, sondern auch für die Helfer, die als Versteckpersonen fungierten oder als Ortskundige die Prüflinge und Helfer an ihren Zielort fuhren.
Aber jede Müdigkeit war vergessen, wenn man beobachten konnte, wie Maurice, ein Grand Bleu de Gascogne, einmal auf der Spur, diese zielstrebig verfolgte, um dann die Zielperson , die von zwei Begleitern eingerahmt war, ausfindig zu machen, sie auf zwei Pfoten von hinten ansprang und somit seinem Besitzer, Oliver Rumley, zu verstehen zu geben, dass er fündig geworden ist. Nicht nur dieser war über die Leistung seines Hundes glücklich, die Freude darüber durfte er mit allen Anwesenden teilen. Auch bei den Landtrails am Sonntag gab es positive Ergebnisse, so dass die Erfolgsbilanz dieses Wochenendes folgendermaßen aussah:
Die Negativ Anzeige bestanden Jochen Bendig von der Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar mit seiner Hündin Aven und Tina Caspari von der Rettungshundestaffel Eifel-Mosel mit Bounty, den Stadtrail absolvierte erfolgreich Oliver Rumley von der Rettungshundestaffel Franken, am Sonntag bestand Tina Caspari den Landtrail und erhielt damit auch die Einsatzfähigkeit, Thomas Gölz von der Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar war ebenfalls in der Stadt erfolgreich und konnte damit seine Einsatzfähigkeit erhalten.
Herzlichen Glückwunsch von der Rettungshundestaffel Kaiserslautern zu diesen Erfolgen !
Ein großes Danke schön an die Verantwortlichen, deren Laufpensum allein schon Respekt abverlangt und an die Organisatoren, die alles minutiös geplant und damit einen reibungslosen Ablauf der Prüfung gesichert haben, danke auch den vielen Helfern, die präsent oder auf Abruf immer bereit waren. Ohne sie wäre gar nichts gelaufen!
Die Staffel Kaiserlautern - als Heimatstaffel durfte sie ja keinen Prüfling schicken - hat in mehrfacher Weise von diesem Wochenende profitiert. Es weiß jetzt nicht nur jeder, dass ein Negativ bestanden eine Auszeichnung ist, es waren nicht nur lehrreiche und motivierende Tage, sondern die Staffel hat sich als geschlossene Einheit präsentiert. Es gibt nicht hier die Mantrailer und hier die Flächensuchhunde, wir gehören zusammen, das ist mehr als deutlich geworden und das macht uns stark.
Bericht von Isolde Heinemann
Neujahrswanderung 2012
Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, der die schneebedeckten Bäume zu einem Märchenwald verwandelt, außerhalb der Wege versinkt man bis zum Knie im Schnee. Die Hunde vergnügen sich in der weißen Pracht, sehen höchstens etwas gepudert aus, aber bleiben rein und sauber. Es ist klirrend kalt und ein Glühwein wäre eine gelungene Überraschung……
oh, ich habe mich im Datum geirrt, das war ja die Neujahrswanderung 2011!
Dieses Jahr sah sie ein wenig anders aus : der Himmel, eine dichte schmutzig graue Decke, die Bäume, nackt und glanzlos, jede Menge Äste auf dem Boden, der Orkan Andrea hat Spuren hinterlassen, außerhalb der Wege versinkt man im Matsch, glücklicherweise pfeift einem auch kein Wind mehr um die Ohren und von oben nieselt es nur leicht.
Unsere Hunde stört dies alles nicht, sie toben gemeinsam durch das nasse Laub und freuen sich über Wasserpfützen, es ist mild und an Glühwein denkt niemand von uns. Aber welch eine Überraschung, an der Hütte am Ende des Pionierwegs steht unser Einsatzfahrzeug und warmer Glühwein und Tee erwartet uns. Schließlich haben wir ja den 8. Januar, und da befinden wir uns kalendarisch mitten im Winter. Also ein Prosit auf das Neue Jahr !!!
Bericht von Isolde Heinemann
Matthias Luserke-Jaqui und seine Leonbergerin Emma gehören zur Rettungshundestaffel Kaiserslautern
Rheinpfalzbericht von Klaudia Gilcher:
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Wenn Kinder vom Spielen nicht nach Hause kommen, verwirrte ältere Menschen oder Wanderer sich verirren oder selbstmordgefährdete Personen vermisst werden, schlägt die Stunde von Rettungshunden wie Emma. Die Leonbergerhündin und ihr Hundeführer Matthias Luserke-Jaqui aus Kusel-Diedelkopf gehören zur Rettungshundestaffel Kaiserslautern. Was für den Hund ein aufregendes Spiel ist, fordert vom Menschen viel ehrenamtlichen Einsatz und psychische Stabilität.
Egal, ob Seminar in der Uni in Darmstadt, Nachtruhe im Schlafzimmer, gemütliche Stunden an Feiertagen oder Familienfeste: Das Handy von Matthias Luserke-Jaqui ist ständig empfangsbereit. Denn wenn Polizei oder Feuerwehr die Hilfe der ehrenamtlich arbeitenden Rettungshundestaffel Kaiserslautern benötigen, kommt der Alarm per SMS. Zuletzt und gleichzeitig zum 21. Mal in drei Jahren rief der typische Klingelton Luserke-Jaqui Anfang Oktober. In den frühen Morgenstunden wurde damals in Olsbrücken ein eventuell verwirrter Unfallfahrer vermisst. Der Diedelkopfer war als Suchgruppenhelfer vor Ort, kümmerte sich um die Funkverbindung, um die Positionsbestimmung und überhaupt das Organisatorische. Rettungsarbeit ist Teamarbeit: Immer ein Hund und sein Hundeführer und ein Suchgruppenhelfer arbeiten zusammen.
Emma, die durch und durch freundliche Hündin, die sich für jeden Menschen begeistern kann und deshalb auch nicht mit stürmischen Begrüßungsgesten geizt, war damals in Olsbrücken noch nicht unter den Spürnasen, die versuchten, aus den vielen Geruchspartikeln in der Luft den eines Menschen herauszufiltern. Die dreijährige Leonbergerhündin - Luserke-Jaqui nennt sie wegen ihres zierlichen Körperbaus auch „Leonzwerger” - hat erst kürzlich die letzte Prüfung ihrer umfangreichen Ausbildung absolviert. Jetzt erst darf sie, ausgerüstet mit einer roten Decke mit Silberkreuz auf dem Rücken und kleiner Glocke am Halsband, im Ernstfall selbstständig das Gelände durchkämmen.
Kreisende Polizeihubschrauber, gellende Martinshörner, Dickicht, Sumpf, Geröll, aufgeregte Menschen und fremde Hunde - all das lenkt die Hündin längst nicht mehr ab, wenn sie ihre Nase in den Wind hält und auf Kommando ohne Leine mit der Suche nach vermissten oder verirrten Personen loslegt. Sie sei ein in sich ruhender souveräner Charakter, beschreibt Matthias Luserke-Jaqui den Hund mit dem braunen Wuschelfell. „Das Schwierigste war tatsächlich, ihr das Bellen beizubringen”, erinnert sich der Chef im Rudel an eine besondere Klippe im Training, das für Emma schon als Welpe begann. Locker 50-mal muss ein Rettungshund bellen, wenn er eine vermisste Person gefunden hat. Solange dauert es, bis der in Regel weit entfernte Hundeführer den Held auf vier Pfoten und das Opfer erreicht hat.
Hunde können besser riechen, besser hören und unter widrigen Umständen schneller arbeiten als Menschen und Rettungstechnik. Auch für Emma ist die Arbeit als Rettungshund vor allem ein großer, wenn auch anstrengender, Spaß. Für den Hundeführer tritt der spielerische Reiz dagegen oft in den Hintergrund. Längst nicht jede Prüfung und vor allem nicht jeder Einsatz verläuft erfolgreich - und von den erfolgreichen haben nicht alle ein glückliches Ende. „Psychische Stabilität” sei notwendig, sagt Luserke-Jaqui.
Bleiben Dreck, Matsch, Staub, Gestank, sabbernde Hundeschnauzen, Regen, Kälte, Stechmücken: Solche Widrigkeiten sind im Training auf dem Vereinsgelände in Schopp oder in anderen Waldstücken in der gesamten Westpfalz an der Tagesordnung. Funk- und Erste-Hilfe-Kurse sowie Lauftraining sind für die Hundeführer Pflicht, die Ausrüstung und die Fahrten finanzieren die ehrenamtlichen Retter selbst.
Es war die Verbindung von Hundearbeit und humanitärem Engagement, die Matthias Luserke-Jaqui trotz dieser Belastungen zur Rettungshundestaffel gebracht hat. Auch für ihn war die Arbeit ein Lernprozess: Viel über Geduld und Vertrauen habe er in der engen Zusammenarbeit mit Emma erfahren, sagt er. Mit acht Wochen kam die Hündin in die Familie, heute sind Herr und Hund ein tief verbundenes, eingespieltes Team, das sich fast ohne Worte versteht. „Einer allein kann es nicht machen”, sagt der in Darmstadt lehrende Literaturwissenschaftler über dieses spezielle Engagement für Menschen in Not.
Demnächst werden es im Notfall sogar nicht mehr nur zwei Diedelkopfer gemeinsam richten: Come'n'go, ein fünf Monate alter Schweizer Schäferhund, schaut sich zu Hause und unterwegs bereits viel von der großen Emma ab.
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« Der Verein Rettungshundestaffel Kaiserslautern/Region Westpfalz wurde im Jahr 2000 gegründet. Die Rettungsteams sind in den Katastrophenschutz des Landkreises und der Stadt Kaiserslautern integriert.
Ihr Einsatzgebiet ist deutlich größer: Es reicht von Pirmasens im Südwesten der Pfalz bis Rockenhausen im Norden und von Neustadt an der Weinstraße bis in den Raum Kusel.
2011 rückte die Staffel bisher neun Mal aus.
Die Rettungshundeführer und Helfer arbeiten rein ehrenamtlich, die Staffel finanziert sich durch Geld- und Sachspenden.
Für Betroffene ist der Einsatz kostenlos. Aktuell verfügt die Staffel über 14 Hunde, allesamt mit sehr guter Nase, hohem Spieltrieb und enger Beziehung zu ihren Hundeführern.
Das Rassespektrum ist breit, in der Staffel arbeiten verschiedene Schäferhunde, Labrador- und andere Retriever, Schlittenhunde, Jagdhunde und Mischlinge.
Kontakt und Infos zu den Schnupperangeboten für Interessenten über die Internetseite http://www.rettungshunde-kaiserslautern.de. (kgi)
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Quelle: DIE RHEINPFALZ - Westricher Rundschau, Ausgabe: Nr.278 von Mittwoch, den 30. November 2011, Seite: Nr.15
Bilder: RHS Kaiserslautern
Bestandene Flächenprüfung E am 26.11.2011
Am 26.11.2011 hat Dennis Halbritter mit seinem Labrador Sam bei der Staffel Nördlicher Schwarzwald die Flächenprüfung E bestanden.
Die Prüfung wurde von BRH Leistungsrichterin Evelyn Vöhl abgenommen.
Somit hat das Team seit Mai 2011 alle drei Flächenprüfungen A, B und E bestanden.
Einsatzüberprüfung am 05.11.2011
Am 05.11. wurden unsere 3 "Neugeprüften" Hunde für den Einsatz fit gemacht.
Peter Kluge mit Lina, Professor Mathias Luserque-Jaqui mit Emma und Christine Weilacher mit Ronja mussten ihre erste Einsatzüberprüfung ablegen in einem fremden Gelände, unter einsatzrelevanten Bedingungen.
Das Gelände (ca. 20 000 qm) hatte es in sich. Dicht bewachsen, kaum ein Durchkommen, mit vielen Dornen und jede Menge Totholz
Unsere Hunde hielt das nicht auf. Zielstrebig mit erhobener Nase hatten alle 3 Hunde innerhalb von 10 Minuten die vermissten Personen gefunden.
Bericht von Ilona Aull
Erfolgreiches Prüfungswochenende der Rettungshundestaffel Kaiserslautern
Am 29.und 30.10. hielt die Rettungshundestaffel Kaiserslautern auf ihrem von der Gemeinde Schopp gepachteten Gelände erstmals eine Begleithundprüfung ab. BRH Leistungsrichter Volker Marx konnte allen vier angetretenen Teams ein " bestanden" bescheinigen : Sonia Bischoff mit Shakira , Peter Kluge mit Lina , Tine Seebach mit Koda und Christine Weilacher mit Ronja waren sowohl im Sachkundenachweis als auch in der praktischen Prüfung auf dem Platz und im Ort erfolgreich.
Die Begleithundprüfung ist die notwendige Voraussetzung für die Rettungshundeprüfung der Flächensuchhunde. Eine solche fand dann im Anschluss am Samstag , den 29.10. und am Sonntag, den 30.10. auf dem Prüfungsgelände der RHS in einem dicht bewachsenen Waldgelände bei Queidersbach statt . 24 Teams aus verschiedenen Staffeln ( BRH Rettungshundestaffel Kaiserslautern , BRH Rettungshundestaffel Ludwigshafen Mannheim , BRH Rettungshundestaffel Nahe Hunsrück , BRH Rettungshundestaffel Soonwald , BRH Rettungshundestaffel Breisgau -Ortenau und die BRH Rettungshundestaffel Saarbrücken ) nahmen teil. Die Rettungshundestaffel Kaiserslautern darf stolz sein auf die Leistungen ihrer Hunde. Helga Steinmetz mit Anton , Isolde Heinemann mit Nala und Dietmar Klein mit Dundy legten erfolgreich die jährliche Wiederholungsprüfung Fläche A ab und Markus Ritter mit Noah und Dennis Halbritter mit Sam darf man zur bestandenen Prüfung B gratulieren. Erstmalig durften sich Peter Kluge mit Lina , Professor Mathias Luserque-Jaqui mit Emma und Christine Weilacher mit Ronja die Plakette " Geprüfter Rettungshund" abholen . Damit verfügt die Rettungshundestaffel Kaiserslautern über vierzehn geprüfte Rettungshunde , die im Ernstfall in den Einsatz gehen dürfen.
Bericht von Isolde Heinemann
Einsatzübung mit THW Kaiserslautern am 07.10.2011
Am 07. Oktober 2011, in den Abendstunden, fand in der ehemaligen Quardermaster Kaserne in Kaiserslautern-Eselsfürth eine große Übung des THWs Kaiserslautern statt. Es nahmen insgesamt 250 Einsatzkräfte von THW, Berufs-Freiwilligen-Feuerwehr, DRK und auch wir mit 6 Hundeführern mit 6 Hunden, sowie 12 Suchgruppenhelfern teil.
Grund des Einsatzes war ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der Westpfalz.
50 Verletzte und Verschüttete mussten lokalisiert und gerettet werden.
Unsere Hunde suchten Gebäude und auch Außenflächen ab. Sie arbeiteten konzentriert und ließen sich auch nicht durch verschiedene Feuer und Explosionen ablenken.
Alle Verletzten, die in unserem Gebiet waren konnten innerhalb kurzer Zeit gefunden und versorgt werden.
Diese große Übung war für alle eine Herausforderung. Ein großes Lob an das THW Kaiserslautern, das die Organisation mit Bravour meisterte.
Bericht von Ilona Aull
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